Das einpflanzen im frühjahr bietet der pflanze die besten startbedingungen für das jahr. Sobald keine frostgefahr mehr besteht, kann die arbeit im freien beginnen. Die steigenden temperaturen aktivieren das wurzelwachstum und regen den austrieb an. Ein zu frühes pflanzen in kalten boden schadet der entwicklung hingegen sehr.
Die monate mai und juni gelten als ideal für dieses gärtnerische vorhaben. Der boden hat sich zu dieser zeit bereits ausreichend erwärmt. Die sonnenstunden nehmen zu und liefern die nötige energie für das anwurzeln. Pflanzen, die jetzt gesetzt werden, blühen meist noch im selben sommer.
Ein pflanzen im herbst ist für diese frostempfindliche art nicht ratsam. Die zeit reicht vor dem winter nicht aus, um genügend wurzeln zu bilden. Die gefahr von frostschäden ist in den kalten monaten einfach zu hoch. Daher sollte man dieses projekt immer auf das frühjahr verschieben.
Auch der tageszeitpunkt des pflanzens kann einen kleinen unterschied ausmachen. Ein bewölkter tag oder die abendstunden reduzieren den pflanzschock für das gewächs. Direkte, brennende sonne trocknet die freiliegenden wurzeln zu schnell aus. Ein schattiger start erleichtert den übergang in die neue umgebung.
Die schritt-für-schritt-anleitung zum einpflanzen
Zuerst wird ein passendes pflanzgefäß mit ausreichenden abzugslöchern sorgfältig ausgewählt. Eine schicht aus blähton am boden sichert den optimalen wasserabfluss im topf. Darauf wird eine erste schicht der vorbereiteten kübelpflanzenerde gleichmäßig verteilt. Der wurzelballen der pflanze sollte vor dem einsetzen kurz in wasser getaucht werden.
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Nun setzt man den ballen mittig in das vorbereitete gefäß ein. Die oberkante des ballens sollte knapp unter dem topfrand abschließen. Der hohlraum wird ringsherum mit frischer erde vollständig aufgefüllt. Dabei wird das substrat zwischendurch immer wieder leicht mit den fingern angedrückt.
Ein gründliches angießen nach dem pflanzen ist absolut unerlässlich für den erfolg. Das wasser verbindet die wurzeln mit der neuen erde im topf. Wenn die erde absackt, wird einfach noch etwas substrat nachgefüllt. Ein gießrand erleichtert das spätere bewässern im alltag ungemein.
Schließlich wird die kletterhilfe direkt im topf stabil verankert. Die vorhandenen triebe werden vorsichtig an den stäben emporgeleitet. In den ersten tagen steht die pflanze am besten im halbschatten. Nach einer kurzen eingewöhnungszeit darf sie an ihren endgültigen, sonnigen platz umziehen.
Vermehrung durch stecklinge
Die vermehrung über stecklinge ist eine einfache und sehr effiziente methode. Im frühsommer schneidet man dafür etwa zehn zentimeter lange, halbverholzte triebe ab. Der schnitt sollte direkt unterhalb eines blattknotens mit einem scharfen messer erfolgen. Die unteren blätter des stecklings werden im anschluss vorsichtig entfernt.
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Ein spezielles anzuchtsubstrat eignet sich hervorragend für das anwurzeln der stecklinge. Es ist nährstoffarm und fördert die bildung starker, eigener wurzeln. Die stecklinge werden einige zentimeter tief in die feuchte erde gesteckt. Ein leichtes andrücken sichert den nötigen kontakt zum boden.
Eine hohe luftfeuchtigkeit beschleunigt den gesamten bewurzelungsprozess ungemein. Eine transparente plastiktüte über dem topf imitiert die wirkung eines kleinen gewächshauses. Die abdeckung muss jedoch täglich kurz gelüftet werden, um schimmelbildung zu vermeiden. Ein warmer platz ohne direkte sonneneinstrahlung ist nun ideal.
Nach einigen wochen zeigen sich meist die ersten neuen blattaustriebe. Dies ist ein sicheres zeichen für eine erfolgreiche wurzelbildung im boden. Die abdeckung kann nun dauerhaft entfernt werden, um die pflanze abzuhärten. Später werden die jungen gewächse in nährstoffreiche erde umgetopft.
Pflege der jungpflanzen
Junge pflanzen benötigen in den ersten monaten besonders viel aufmerksamkeit. Ihr wurzelsystem ist noch klein und reagiert empfindlich auf trockenheit. Der boden muss daher konstant leicht feucht gehalten werden. Ein austrocknen kann das wachstum der zarten triebe sofort stoppen.
Mit der ersten düngung wartet man, bis kräftige neue blätter entstehen. Die dosierung sollte anfangs sehr schwach gewählt werden, um die wurzeln nicht zu verbrennen. Ein spezieller anzuchtdünger oder stark verdünnte flüssignahrung ist ideal. Erst mit zunehmendem alter wird die menge langsam gesteigert.
Das regelmäßige entspitzen der triebe fördert eine buschige verzweigung der pflanze. Dabei werden die äußersten triebspitzen vorsichtig mit den fingern abgeknipst. Dies regt das wachstum von schlafenden augen im unteren bereich an. So entsteht von anfang an ein schöner, dichter wuchs.
Auch der schutz vor praller sonne ist bei jungpflanzen wichtig. Ihre blätter sind noch weich und verbrennen wesentlich schneller als bei älteren exemplaren. Ein heller, aber vor der mittagssonne geschützter ort ist perfekt. Nach einigen wochen sind sie stark genug für die volle sonne.