Die rechtzeitige vorbereitung auf den winter sichert das überleben der pflanze. Als tropisches gewächs verträgt sie absolut keine minusgrade oder frostigen winde. Bereits im frühen herbst müssen die temperaturen genau im auge behalten werden. Sinkt das thermometer dauerhaft unter zehn grad, wird es zeit zum handeln.

Vor dem umzug in das winterquartier erfolgt eine gründliche kontrolle. Die pflanze wird akribisch auf schädlinge und krankheiten untersucht. Ein befall im winterlager kann sich sonst rasch ausbreiten. Beschädigte oder kranke triebe werden vorab mit einer sauberen schere entfernt.

Das gießen wird bereits einige wochen vor dem umzug reduziert. Der wurzelballen sollte beim einzug in den raum nicht klatschnass sein. Eine trockene oberfläche mindert das risiko von schimmelbildung im winterquartier. Auch die düngung wird, wie bereits erwähnt, komplett eingestellt.

Ein leichter rückschnitt kann bei platzmangel im haus sinnvoll sein. Dabei werden zu lange ranken einfach etwas eingekürzt. Dies erleichtert den transport und spart wertvollen platz im raum. Der eigentliche hauptschnitt erfolgt jedoch erst im nächsten frühjahr.

Das ideale winterquartier finden

Der gewählte raum muss bestimmte bedingungen erfüllen, damit die überwinterung gelingt. Ein heller und kühler platz ist für diese pflanze optimal geeignet. Die temperaturen sollten idealerweise zwischen zehn und fünfzehn grad celsius liegen. Ein unbeheizter wintergarten oder ein helles treppenhaus sind perfekt.

Ein zu warmer platz in der nähe der heizung ist ungeeignet. Die warme heizungsluft fördert den befall mit spinnmilben ganz extrem. Zudem schaltet die pflanze bei wärme nicht in den nötigen ruhemodus. Sie treibt dann schwache, vergeilte triebe aus, die unbrauchbar sind.

Ein zu dunkler keller ist ebenfalls keine gute wahl für das gewächs. Ohne ausreichendes licht verleicht die pflanze schnell all ihre blätter. Das führt zu einer starken schwächung und verzögert den neuaustrieb im frühjahr. Licht ist das wichtigste lebenselixier, auch während der winterruhe.

Vermeide kalte zugluft am gewählten standort im haus unter allen umständen. Das lüften des raumes sollte daher nur sehr vorsichtig erfolgen. Auch der boden, auf dem der topf steht, sollte nicht eiskalt sein. Eine styroporplatte unter dem kübel schützt die wurzeln vor bodenkälte.

Pflege während der ruhephase

Während des winters schränkt die pflanze ihren stoffwechsel stark ein. Der wasserbedarf ist in dieser zeit auf ein minimum reduziert. Gegossen wird nur noch so viel, dass der ballen nicht völlig austrocknet. Zu viel wasser im winter führt unweigerlich zu gefährlicher wurzelfäule.

Dünger ist im winterquartier absolut tabu für das gewächs. Die pflanze benötigt keine zusätzlichen nährstoffe in der ruhephase. Eine nährstoffzufuhr würde das wachstum zur falschen zeit künstlich anregen. Das schwächt die substanz und schadet der pflanzengesundheit nachhaltig.

Kontrolliere die pflanze auch im winter regelmäßig auf schädlinge. Besonders die blattunterseiten sollten aufmerksam inspiziert werden. Bei trockener raumluft empfiehlt sich ein gelegentliches besprühen mit wasser. Dies erhöht die luftfeuchtigkeit und hält spinnmilben effektiv fern.

Abgefallene blätter sollten sofort aus dem topf entfernt werden. Sie faulen sonst auf der erdoberfläche und bilden einen herd für pilze. Ein sauberer topf sichert ein gesundes klima während der monate im haus. So übersteht die exotische schönheit die kalte jahreszeit problemlos.

Auswinterung im frühjahr

Ab märz kann die pflanze langsam auf die neue saison vorbereitet werden. Sie wird nun an einen etwas wärmeren und noch helleren platz gestellt. Die wassermenge wird schrittweise erhöht, um den stoffwechsel anzukurbeln. Bald zeigen sich die ersten frischen, grünen triebspitzen an den ästen.

Nach den eisheiligen im mai darf das gewächs wieder dauerhaft ins freiland. Der umzug sollte jedoch nicht direkt in die pralle sonne erfolgen. Die blätter müssen sich erst langsam wieder an das uv-licht gewöhnen. Ein schattiger platz für die ersten tage verhindert unschöne blattverbrennungen.

Mit dem neuaustrieb beginnt auch wieder die regelmäßige versorgung mit nährstoffen. Die erste düngung erfolgt mit einer schwachen konzentration im gießwasser. Das umtopfen in frische erde kann jetzt ebenfalls durchgeführt werden. Dies gibt der pflanze den nötigen schwung für ein blütenreiches jahr.

Ein erfolgreiches überwintern sichert dir eine immer größere und kräftigere pflanze. Mit den jahren gewinnt das gewächs an charakter und blühfreudigkeit. Die mühe der kalten monate wird im sommer reichlich belohnt. Pflege deine pflanze achtsam, und sie bleibt dir lange erhalten.