Die Entscheidung, einen Götterbaum im eigenen Garten zu pflanzen, sollte wohlüberlegt sein, da seine Vermehrungskraft sprichwörtlich ist. Wer sich jedoch für dieses robuste Gewächs entscheidet, wird mit einem rasanten Wachstum und einer beeindruckenden Blattpracht belohnt. Die Pflanzung selbst ist unkompliziert, da der Baum kaum Ansprüche an den Boden stellt und sehr schnell anwächst. Man sollte jedoch von Anfang an den richtigen Standort wählen, um spätere Probleme mit der Größe oder den Wurzeln zu vermeiden.
Der ideale Zeitpunkt für die Pflanzung ist das zeitige Frühjahr, bevor der Baum mit dem Austrieb seiner Knospen beginnt. Man gibt der Pflanze so genügend Zeit, vor der ersten Sommerhitze ein ausreichendes Wurzelsystem im neuen Boden zu etablieren. Ein Containerbaum kann theoretisch das ganze Jahr über gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist oder extreme Hitze herrscht. Man sollte das Pflanzloch etwa doppelt so groß wie den Wurzelballen ausheben, um den jungen Wurzeln das Eindringen in die Umgebung zu erleichtern.
Beim Einsetzen des Baumes ist darauf zu achten, dass er nicht tiefer in der Erde steht, als er zuvor im Topf gewachsen ist. Man füllt das Loch mit einer Mischung aus dem Erdaushub und etwas Kompost auf, um dem Baum einen guten Start zu ermöglichen. Ein kräftiges Angießen direkt nach der Pflanzung verschließt Hohlräume im Boden und stellt den Kontakt zwischen Wurzeln und Erde her. Man sollte in den ersten Wochen regelmäßig prüfen, ob die Erde feucht genug ist, um das Anwachsen optimal zu unterstützen.
Ein Stützpfahl kann in den ersten zwei bis drei Jahren hilfreich sein, um dem jungen Stamm bei starkem Wind den nötigen Halt zu geben. Man bindet den Baum mit elastischem Material fest, das die Rinde nicht einschnürt oder verletzt, wenn der Stamm dicker wird. Nach dieser Phase ist der Baum meist so stabil verwurzelt, dass er ohne fremde Hilfe aufrecht stehen kann. Man beobachtet dann mit Staunen, wie schnell aus dem kleinen Setzling ein stattlicher Baum heranwächst.
Strategien der natürlichen vermehrung
Die Vermehrung über Samen geschieht bei dieser Art fast von alleine, sobald der Baum ein gewisses Alter erreicht hat. Man findet im Herbst unzählige flache, geflügelte Nüsschen, die vom Wind über weite Strecken getragen werden können. Diese Samen keimen im nächsten Frühjahr fast überall, selbst in Ritzen zwischen Pflastersteinen oder in Dachrinnen. Man muss daher sehr wachsam sein, wenn man keine unkontrollierte Ausbreitung im gesamten Umkreis des Mutterbaumes wünscht.
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Eine weitere, extrem effektive Methode der Vermehrung ist die Bildung von Ausläufern direkt aus dem Wurzelsystem. Man nennt diese Schösslinge auch Wurzelbrut, und sie können in erstaunlicher Entfernung zum Hauptstamm aus dem Boden schießen. Wenn die Wurzeln verletzt werden, zum Beispiel durch Graben im Garten, wird dieser Prozess oft noch zusätzlich angeregt. Man sollte diese jungen Triebe sofort entfernen, wenn man die Fläche um den Baum herum frei von Wildwuchs halten möchte.
Die Regenerationsfähigkeit dieser Art ist so hoch, dass selbst kleine Wurzelstücke im Boden zu neuen Pflanzen heranwachsen können. Man sollte beim Umpflanzen oder Entfernen eines Baumes daher penibel darauf achten, keine Reste im Erdreich zu hinterlassen. Gärtner berichten oft, dass sie jahrelang mit neuen Trieben kämpfen mussten, nachdem sie einen alten Baum gefällt hatten. Man sieht daran, wie wichtig eine gründliche Arbeitsweise bei dieser speziellen Baumart von Anfang an ist.
Obwohl die generative Vermehrung über Samen dominiert, ist auch die Stecklingsvermehrung im professionellen Bereich durchaus möglich. Man schneidet dazu im Sommer halbverholzte Triebe und lässt diese unter kontrollierten Bedingungen in einem Substrat Wurzeln schlagen. Für den Hausgarten ist dies jedoch meist unnötig, da der Baum durch seine natürliche Dynamik bereits mehr als genug Nachkommen produziert. Man muss eher bremsend als fördernd eingreifen, um den Bestand im Garten im Zaum zu halten.
Wahl des richtigen standorts
Man sollte einen Platz wählen, der dem Baum genügend Raum zur Entfaltung seiner breiten Krone in der Zukunft bietet. Er sollte nicht zu nah an Gebäuden oder Grundstücksgrenzen stehen, da der Schattenwurf und der Laubfall beträchtlich sein können. Man unterschätzt oft, wie schnell der Baum die Sicht aus den Fenstern versperren oder die Regenrinnen verstopfen kann. Ein freier Stand im Garten ermöglicht es dem Baum, seine natürliche und recht ansprechende Silhouette voll zu entwickeln.
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Der Untergrund sollte zwar nicht übermäßig nass sein, aber der Baum toleriert eine breite Palette von Bodenverhältnissen sehr gut. Man findet ihn auf sandigen Böden ebenso wie auf schweren Lehmböden, sofern das Wasser einigermaßen abfließen kann. Ein Standort mit voller Sonneneinstrahlung ist ideal, da der Baum sehr lichthungrig ist und im Schatten nur mickrig wachsen würde. Man beobachtet, dass die Vitalität direkt mit der verfügbaren Lichtmenge korreliert, die die Blätter erreicht.
Wurzeln des Baumes sind sehr aggressiv und können Asphalt oder Gehwegplatten mit der Zeit anheben oder zerstören. Man sollte daher einen gewissen Sicherheitsabstand zu gepflasterten Wegen oder Terrassen einhalten, um bauliche Schäden zu vermeiden. Eine unterirdische Wurzelsperre ist bei der Pflanzung eine sehr kluge Investition, die sich langfristig absolut auszahlt. Man schützt so die Infrastruktur des Gartens und kann die Schönheit des Baumes ohne Sorgen genießen.
Die Windfestigkeit ist bei dieser Art gut ausgeprägt, dennoch sollte man exponierte Lagen auf Hügelkuppen mit Vorsicht genießen. Junge Bäume könnten bei extremen Stürmen Schaden nehmen, bevor ihr Wurzelsystem tief genug in den Boden vorgedrungen ist. Ein leicht geschützter Ort, der trotzdem viel Sonne bietet, ist der perfekte Kompromiss für ein gesundes Baumleben. Man schafft so die besten Voraussetzungen für eine problemlose Entwicklung über viele Jahre hinweg.
Umpflanzen und pflege nach dem setzen
Ein Umpflanzen ist nur bei sehr jungen Exemplaren zu empfehlen, da ältere Bäume ein sehr weit verzweigtes Wurzelsystem entwickeln. Man riskiert bei größeren Bäumen, zu viele Feinwurzeln zu verlieren, was zum Vertrocknen der Pflanze führen könnte. Wenn ein Standortwechsel unumgänglich ist, sollte man dies im Herbst nach dem Laubfall mit einem großzügigen Ballen tun. Man muss den Baum danach besonders intensiv betreuen und in trockenen Phasen regelmäßig und durchdringend wässern.
Nach der Pflanzung ist das Mulchen der Baumscheibe eine hervorragende Methode, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken. Man kann dazu Rindenmulch, Holzhackschnitzel oder auch Rasenschnitt in einer Schicht von etwa fünf bis zehn Zentimetern Dicke verwenden. Dies schützt die flach verlaufenden Wurzeln auch vor extremen Temperaturschwankungen im Sommer und im Winter gleichermaßen. Man sollte jedoch darauf achten, dass der Mulch nicht direkt am Stamm anliegt, um Fäulnis an der Rinde zu vermeiden.
In den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung benötigt der Baum etwas mehr Aufmerksamkeit als ein etabliertes Exemplar. Man sollte regelmäßig nach Schädlingen Ausschau halten und bei Bedarf frühzeitig biologische Maßnahmen zur Abwehr ergreifen. Ein leichter Korrekturschnitt kann bereits jetzt helfen, die gewünschte Wuchsform von Anfang an in die richtigen Bahnen zu lenken. Man legt damit den Grundstein für einen stabilen Aufbau der Krone und eine gesunde Entwicklung des gesamten Baumes.
Sobald der Baum eine gewisse Größe erreicht hat und fest verwurzelt ist, kann man die Pflegeintensität deutlich reduzieren. Er wird dann zum Selbstläufer, der kaum noch zusätzliche Wassergaben oder Dünger benötigt, um weiterhin kräftig zu wachsen. Man beobachtet mit Freude, wie der Baum jedes Jahr an Statur gewinnt und zu einem markanten Punkt im Garten wird. Ein gut angewachsener Götterbaum ist ein Symbol für Vitalität und die unbändige Kraft der Natur.