Der Erfolg bei der Kultivierung dieser faszinierenden Staude beginnt bereits mit der sorgfältigen Pflanzung und der Wahl der richtigen Vermehrungsmethode. Es ist faszinierend zu beobachten, wie aus einem kleinen Steckling oder einem Teilstück innerhalb kurzer Zeit eine stattliche Pflanze heranwächst. Dabei spielen sowohl der richtige Zeitpunkt als auch die Technik eine entscheidende Rolle für das spätere Gedeihen im Garten. Wer die natürlichen Abläufe versteht, kann seinen Bestand problemlos und nachhaltig vergrößern.
Der richtige Zeitpunkt für die Pflanzung
Die beste Zeit, um die Japanische Gold-Silber-Chrysantheme in den Garten zu setzen, ist das zeitige Frühjahr. Sobald die schwersten Fröste vorüber sind und der Boden beginnt, sich zu erwärmen, bieten sich optimale Bedingungen. Zu diesem Zeitpunkt hat die Pflanze die gesamte Wachstumsperiode vor sich, um ein kräftiges Wurzelsystem aufzubauen. Ein starkes Fundament im Boden ist die beste Versicherung gegen den darauffolgenden Winter.
Alternativ ist auch eine Pflanzung im Spätsommer möglich, sofern die Wasserversorgung sichergestellt werden kann. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, dass zwischen Pflanzung und dem ersten Frost genügend Zeit zum Anwurzeln bleibt. In Regionen mit sehr frühen Wintereinbrüchen ist die Frühjahrspflanzung definitiv die sicherere Wahl. Eine Pflanze, die nicht richtig eingewurzelt ist, leidet deutlich mehr unter Frosttrocknis.
Man sollte vermeiden, mitten in einer Hitzeperiode zu pflanzen, da der Stress für die junge Pflanze dann zu groß wäre. Sollte es sich nicht anders einrichten lassen, ist eine künstliche Schattierung in den ersten Tagen dringend ratsam. Auch die Verdunstung über die Blätter sollte durch regelmäßiges Gießen ausgeglichen werden. Ein trüber, regenreicher Tag ist für den Start im neuen Beet ideal.
Im Herbst gekaufte Pflanzen, die bereits in voller Blüte stehen, sind oft für die Dekoration gedacht. Möchte man diese dauerhaft im Garten etablieren, sollten sie so früh wie möglich ausgepflanzt werden. Oftmals sind diese Exemplare jedoch stark gedüngt und müssen sich erst an die Freilandbedingungen gewöhnen. Eine schützende Schicht aus Reisig hilft diesen Nachzüglern über den ersten Winter.
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Der Pflanzvorgang im Detail
Bevor die Pflanze in die Erde kommt, sollte der Wurzelballen in einem Eimer mit Wasser gründlich gewässert werden. Man lässt ihn so lange untergetaucht, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Ein gesättigter Wurzelballen erleichtert den Übergang in die neue Umgebung erheblich. Währenddessen kann das Pflanzloch vorbereitet werden, das etwa doppelt so groß wie der Topfballen sein sollte.
Die Sohle des Pflanzlochs wird gut aufgelockert, um den Wurzeln das Eindringen in tiefere Schichten zu erleichtern. Bei schweren Böden mischt man eine großzügige Menge Sand oder feinen Kies unter die ausgehobene Erde. Dies stellt sicher, dass überschüssiges Wasser schnell abfließen kann und die Wurzeln nicht ersticken. Ein kleiner Anteil an reifem Kompost liefert die nötige Startenergie.
Setze die Pflanze nun so tief in das Loch, wie sie zuvor im Topf gestanden hat. Ein zu tiefes Einpflanzen kann zu Fäulnis am Stängelgrund führen, während ein zu flaches Einsetzen die Wurzeln austrocknen lässt. Fülle die Zwischenräume vorsichtig mit der vorbereiteten Erdmischung auf und drücke sie leicht an. Ein zu festes Antreten sollte vermieden werden, um die Bodenstruktur nicht zu zerstören.
Nach dem Einpflanzen ist ein gründliches Angießen unerlässlich, um den Bodenkontakt der Wurzeln herzustellen. Ein kleiner Gießrand aus Erde hilft dabei, das Wasser direkt an der Pflanze zu halten. In den ersten zwei bis drei Wochen muss der Boden gleichmäßig feucht bleiben, ohne staunass zu sein. Sobald der erste Neuaustrieb sichtbar wird, ist die Pflanze erfolgreich angewachsen.
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Die Vermehrung durch Teilung
Die Teilung ist die einfachste und effektivste Methode, um ältere Pflanzen zu verjüngen und gleichzeitig zu vermehren. Dies sollte idealerweise alle drei bis vier Jahre im Frühjahr geschehen, wenn der Neuaustrieb gerade erst beginnt. Eine Pflanze zeigt oft durch ein verkahlendes Zentrum an, dass sie geteilt werden möchte. Durch diese Maßnahme bleibt die Staude vital und behält ihre kompakte Wuchsform.
Grabe den gesamten Wurzelstock vorsichtig mit einer Grabgabel aus, um so viele Wurzeln wie möglich zu erhalten. Schüttle die lose Erde ab, damit du die Struktur des Wurzelballens besser erkennen kannst. Mit einem scharfen Spaten oder einem Messer lässt sich der Ballen in mehrere Stücke zerteilen. Jedes Teilstück muss dabei über mindestens zwei bis drei gesunde Austriebspunkte und ausreichend Wurzelmasse verfügen.
Alte, verholzte oder faulige Teile in der Mitte der Pflanze werden bei diesem Vorgang konsequent aussortiert. Die frischen, äußeren Randstücke eignen sich am besten für die Neupflanzung. Diese verjüngten Einheiten wachsen oft mit einer erstaunlichen Vitalität weiter. Man kann sie direkt wieder an den gewünschten Stellen im Garten einsetzen.
Nach der Teilung sollten die Pflanzen wie Neupflanzungen behandelt werden, was die Pflege betrifft. Da ein Teil des Wurzelsystems verloren gegangen ist, ist die Wasserversorgung in der ersten Zeit kritisch. Meistens blühen geteilte Pflanzen bereits im ersten Jahr wieder sehr zuverlässig. Es ist eine kostengünstige Methode, um im Laufe der Zeit große Flächen harmonisch zu bepflanzen.
Die Vermehrung durch Stecklinge
Für die Gewinnung von Stecklingen eignet sich das späte Frühjahr oder der frühe Sommer am besten. Man schneidet etwa fünf bis zehn Zentimeter lange Kopfstecklinge von gesunden, nicht blühenden Trieben ab. Die unteren Blätter werden entfernt, sodass nur noch das obere Blattpaar stehen bleibt. Ein sauberer Schnitt direkt unterhalb eines Blattknotens erhöht die Erfolgschancen der Bewurzelung.
Als Substrat empfiehlt sich eine Mischung aus Torf und Sand oder eine spezielle Anzuchterde. Die Stecklinge werden etwa zur Hälfte in die Erde gesteckt und das Substrat vorsichtig angedrückt. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist für die Bewurzelung förderlich, was durch eine durchsichtige Abdeckung erreicht werden kann. Achte jedoch darauf, regelmäßig zu lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Stelle die Gefäße an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung, da die Stecklinge sonst vertrocknen würden. Die Idealtemperatur für die Wurzelbildung liegt zwischen achtzehn und zweiundzwanzig Grad Celsius. Nach etwa drei bis vier Wochen zeigen sich meist die ersten Wurzeln, was man an einem neuen Blattaustrieb erkennt. Sobald die jungen Pflanzen kräftig genug sind, können sie in Einzeltöpfe umgetopft werden.
Bevor die jungen Pflanzen in den Garten kommen, müssen sie langsam an das Außenklima gewöhnt werden. Dieser Prozess der Abhärtung dauert etwa eine Woche, in der sie tagsüber draußen und nachts geschützt stehen. Ein auspflanzen ist erst ratsam, wenn die Jungpflanzen einen stabilen Wurzelballen gebildet haben. Diese Methode erlaubt es, in kurzer Zeit eine große Anzahl identischer Klone der Mutterpflanze zu ziehen.