Gazanien werden häufig nach dem ersten Frost entsorgt, obwohl sie bei geeigneten Bedingungen mehrere Jahre kultiviert werden können. Eine erfolgreiche Überwinterung verlangt einen hellen, frostfreien und eher kühlen Raum. Zu warme und dunkle Standorte führen dagegen zu schwachem, krankheitsanfälligem Wachstum. Besonders wichtig sind eine frühzeitige Vorbereitung und eine deutlich reduzierte Wasserversorgung.
Auswahl geeigneter Pflanzen
Nicht jede Gazanie lohnt sich für die Überwinterung. Ausgewählt werden kräftige, kompakte und reich verzweigte Exemplare. Pflanzen mit starkem Schädlingsbefall oder deutlichen Fäulnisschäden sollten nicht ins Winterquartier gebracht werden. Sie könnten dort weitere Pflanzen gefährden.
Die Kontrolle beginnt mehrere Wochen vor dem Einräumen. Blattunterseiten, Triebansätze und Blütenknospen werden sorgfältig untersucht. Blattläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge müssen vor dem Standortwechsel bekämpft werden. In geschlossenen Räumen können sie sich ohne natürliche Gegenspieler schnell vermehren.
Beetpflanzen müssen rechtzeitig ausgegraben und eingetopft werden. Dabei wird ein möglichst intakter Wurzelballen erhalten. Stark beschädigte Wurzeln verzögern die Anpassung an das Gefäß. Nach dem Eintopfen stehen die Pflanzen zunächst einige Tage geschützt und frostfrei.
Kompakte Sorten lassen sich leichter überwintern als sehr ausladende Pflanzen. Sie benötigen weniger Platz und können besser kontrolliert werden. Besonders wertvolle Farbsorten können zusätzlich durch Stecklinge gesichert werden. Kleine Jungpflanzen beanspruchen im Winterquartier deutlich weniger Raum.
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Vorbereitung auf das Winterquartier
Vor dem Einräumen werden sämtliche verwelkten Blüten entfernt. Auch gelbe, beschädigte und abgestorbene Blätter werden abgeschnitten. Dadurch gelangen weniger Krankheitserreger und Schädlinge in den Innenraum. Gleichzeitig verbessert sich die Luftzirkulation innerhalb der Pflanze.
Lange oder unregelmäßig gewachsene Triebe können mäßig zurückgeschnitten werden. Ein radikaler Rückschnitt ist vor der Überwinterung jedoch nicht erforderlich. Ausreichend gesundes Laub sollte erhalten bleiben. Die Pflanze benötigt es weiterhin für eine begrenzte Photosynthese.
Das Substrat wird auf seine Durchlässigkeit geprüft. Sehr verdichtete oder dauerhaft nasse Erde sollte teilweise oder vollständig ersetzt werden. Beim Umtopfen ist ein Topf mit freien Abzugslöchern unverzichtbar. Eine übermäßig große Gefäßgröße verlängert die Feuchtigkeitsspeicherung und erhöht das Fäulnisrisiko.
Vor dem Umzug ins Winterquartier wird die Düngung eingestellt. Neue, weiche Triebe wären unter den lichtarmen Winterbedingungen besonders anfällig. Auch die Wassergaben werden schrittweise reduziert. Die Pflanze soll jedoch nicht völlig ausgetrocknet eingeräumt werden.
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Bedingungen während der Überwinterung
Das Winterquartier sollte hell und frostfrei sein. Temperaturen zwischen ungefähr fünf und zwölf Grad sind besonders günstig. Unter diesen Bedingungen verlangsamt die Gazanie ihr Wachstum, ohne vollständig geschädigt zu werden. Ein kühles Treppenhaus, ein heller Kellerraum oder ein frostfreies Gewächshaus kann geeignet sein.
Je wärmer der Raum ist, desto mehr Licht benötigt die Pflanze. In einem beheizten Wohnzimmer reicht das natürliche Winterlicht meist nicht aus. Die Gazanie bildet dann lange, dünne und blasse Triebe. Zusätzlich steigt der Wasserverbrauch, während Schädlinge günstigere Entwicklungsbedingungen vorfinden.
Während der Ruhephase wird nur so viel gegossen, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Die obere Substratschicht darf mehrere Zentimeter tief trocken werden. Wasser im Untersetzer wird sofort entfernt. Kühle Temperaturen und Nässe führen besonders schnell zu Wurzelfäule.
Regelmäßige Kontrollen bleiben auch im Winter notwendig. Abgestorbene Blätter werden entfernt, bevor sich Schimmel bildet. Schädlingsbefall wird möglichst früh behandelt. Kurzes Lüften an frostfreien Tagen verbessert die Luftqualität und senkt die Luftfeuchtigkeit.
Auswinterung und neuer Saisonstart
Ab dem späten Winter können die Pflanzen langsam auf die neue Wachstumsphase vorbereitet werden. Zunächst werden vertrocknete und schwache Triebe entfernt. Ein moderater Rückschnitt fördert einen kompakten Neuaustrieb. Gleichzeitig kann altes, verdichtetes Substrat ausgetauscht werden.
Mit zunehmender Tageslänge wird etwas häufiger gegossen. Die Erde bleibt dennoch niemals dauerhaft nass. Erst wenn deutliches Wachstum sichtbar ist, beginnt eine vorsichtige Düngung. Eine schwach dosierte Nährstoffgabe reicht zu diesem Zeitpunkt aus.
Der Übergang ins Freie erfolgt schrittweise. An milden Tagen können die Gazanien zunächst stundenweise an einen geschützten Platz gestellt werden. Direkte Mittagssonne wird in den ersten Tagen vermieden. So gewöhnen sich die Blätter langsam an Wind, Temperaturschwankungen und stärkere UV-Strahlung.
Dauerhaft ins Freie dürfen die Pflanzen erst nach den letzten Nachtfrösten. Bei angekündigten Kälteeinbrüchen werden sie erneut geschützt oder ins Haus geholt. Nach erfolgreicher Abhärtung erhalten sie ihren vollsonnigen Sommerstandort. Dort beginnen sie bei guter Pflege bald wieder mit der Knospenbildung.