Die Chinesische Trollblume hat ganz spezifische Ansprüche an die Lichtverhältnisse, um ihre Blüten voll entfalten zu können. In ihrer Heimat wächst sie oft auf Bergwiesen, die zwar sonnig, aber durch die Höhenlage kühl sind. In tiefergelegenen Gärten muss man daher einen Kompromiss zwischen Lichtmenge und Wärmeentwicklung finden. Die richtige Balance entscheidet über die Intensität der Blütenfarbe.
Ein vollsonniger Standort ist nur dann zu empfehlen, wenn der Boden dauerhaft feucht und eher kühl bleibt. In Gebieten mit sehr heißen Sommern ist ein halbschattiger Platz wesentlich besser für das Wohlbefinden geeignet. Das Licht sollte idealerweise gefiltert durch hohe Bäume oder Sträucher auf die Staude fallen. Zu viel direkter Schatten führt hingegen dazu, dass die Pflanze weniger Blüten ansetzt.
Wenn die Staude an einem zu dunklen Ort gepflanzt wird, neigt sie zum Vergeilen der Stiele. Die Pflanze wird dann unnatürlich hoch und verliert an Standfestigkeit, was oft ein Stützen erforderlich macht. Zudem verblasst das intensive Orange der Blüten oft zu einem fahlen Gelbton. Ein Wechsel an einen helleren Standort kann hier oft wahre Wunder in Bezug auf die Optik bewirken.
Die Mittagssonne zwischen 12 und 15 Uhr ist die größte Herausforderung für das empfindliche Laub. Wenn die Strahlung zu intensiv ist, verdunstet die Pflanze mehr Wasser, als sie über die Wurzeln aufnehmen kann. Dies führt zum charakteristischen Hängenlassen der Blätter, selbst wenn der Boden eigentlich feucht ist. Ein Standort mit Morgensonne und Nachmittagsschatten hat sich in der Praxis als ideal erwiesen.