Der ideale start für eine prachtvolle alpen-aster beginnt bereits bei der sorgfältigen pflanzung im richtigen zeitfenster. Man sollte diese aufgabe vorzugsweise im zeitigen frühjahr angehen, sobald der frost aus dem boden gewichen ist und die erde sich erwärmt. In dieser phase haben die jungen pflanzen die besten chancen, ein tiefes wurzelsystem zu entwickeln, bevor die heißen sommermonate beginnen. Alternativ ist auch eine pflanzung im herbst möglich, doch hierbei muss man auf eine ausreichende anwachszeit vor den ersten strengen frösten achten.

Bevor die pflanze in die erde kommt, sollte man den topfballen gründlich in einem wasserbad tränken. Man taucht ihn so lange unter wasser, bis keine luftblasen mehr aufsteigen, was eine optimale grundfeuchtigkeit garantiert. Währenddessen kann man das pflanzloch vorbereiten, welches etwa die doppelte größe des wurzelballens haben sollte. Es ist wichtig, den boden am grund des lochs gut aufzulockern, damit die wurzeln leichter in die tiefe vordringen können.

Bei der wahl der pflanzpartner sollte man auf einen ausreichenden abstand von etwa zwanzig bis dreißig zentimetern achten. Die alpen-aster benötigt diesen raum, um sich im laufe der jahre zu einem schönen, dichten polster auszubreiten. Werden die pflanzen zu eng gesetzt, behindern sie sich gegenseitig in der entwicklung und die luftzirkulation leidet. Eine lockere anordnung wirkt zudem im steingarten viel natürlicher und lässt jeder einzelnen blüte ihren raum.

Nach dem einsetzen der pflanze füllt man das loch mit einer mischung aus gartenerde und sand auf. Man sollte die erde nur leicht andrücken, um die struktur nicht zu zerstören, aber dennoch einen guten bodenschluss zu gewährleisten. Ein vorsichtiges angießen nach dem pflanzen hilft dabei, hohlräume im boden zu schließen und den kontakt der wurzeln zur erde zu verbessern. Von nun an braucht die jungpflanze regelmäßige kontrolle, bis sie fest angewachsen ist.

Erfolgreiche vermehrung durch teilung

Die teilung ist die einfachste und effektivste methode, um die alpen-aster zu vermehren und gleichzeitig zu verjüngen. Man führt diesen eingriff am besten im frühjahr durch, wenn der neuaustrieb gerade erst begonnen hat. Die gesamte pflanze wird vorsichtig mit einer grabgabel aus dem boden gehoben, wobei man darauf achtet, den wurzelballen möglichst wenig zu verletzen. Man erkennt dann meist sehr schnell die einzelnen segmente, aus denen sich das polster zusammensetzt.

Mit einem scharfen messer oder einem spaten teilt man das polster in mehrere stücke auf. Jedes teilstück muss über ausreichend gesunde wurzeln und mindestens zwei bis drei triebspitzen verfügen, um eigenständig überleben zu können. Verholzte oder abgestorbene teile aus der mitte der alten pflanze sollte man bei dieser gelegenheit konsequent aussortieren. Die gewonnenen neupflanzen werden umgehend an ihrem neuen standort in die vorbereitete erde gesetzt.

Nach der teilung benötigen die jungen pflanzen in den ersten wochen etwas mehr aufmerksamkeit bei der bewässerung. Da ihr wurzelsystem vorübergehend reduziert ist, können sie feuchtigkeit nicht so effizient aufnehmen wie etablierte exemplare. Man sollte den boden daher gleichmäßig feucht halten, ohne jedoch staunässe zu verursachen. Meist zeigen die geteilten pflanzen schon nach kurzer zeit ein kräftiges wachstum und blühen oft bereits im nächsten jahr.

Diese methode hat den großen vorteil, dass die sorteneigenschaften der mutterpflanze exakt erhalten bleiben. Wer eine besonders schöne farbe oder einen besonders kompakten wuchs in seinem garten hat, kann diesen so leicht vervielfältigen. Es empfiehlt sich, die teilung alle drei bis vier jahre zu wiederholen, um die vitalität des bestandes dauerhaft auf einem hohen niveau zu halten. So bleibt der garten stets dynamisch und die pflanzen behalten ihre jugendliche kraft.

Aussaat von samen im garten

Die vermehrung über samen ist eine spannende aufgabe für geduldige gärtner, die gerne die entwicklung von anfang an miterleben. Die samen der alpen-aster können entweder direkt nach der reife im herbst oder im zeitigen frühjahr ausgesät werden. Man sollte jedoch bedenken, dass die alpen-aster zu den kaltkeimern gehört, was bedeutet, dass die samen einen kältereiz benötigen. Eine aussaat im herbst in schalen, die den winter über im freien bleiben, ist daher oft sehr erfolgreich.

Als substrat eignet sich eine magere anzuchterde, die man mit etwas feinem sand mischt, um die durchlässigkeit zu erhöhen. Die feinen samen werden nur ganz dünn mit erde bedeckt oder lediglich angedrückt, da sie licht zum keimen benötigen. Man sollte das substrat mit einer sprühflasche vorsichtig feucht halten, damit die samen nicht weggeschwemmt werden. Ein geschützter platz im schatten verhindert, dass die empfindlichen keimlinge durch direkte sonne vertrocknen.

Sobald die sämlinge die ersten echten blätter nach den keimblättern bilden, ist es zeit für das erste pikieren. Man setzt die winzigen pflanzen vorsichtig in kleine töpfe um, damit sie genug platz für ihre weitere entwicklung haben. In dieser phase ist eine gleichmäßige temperatur und hohe luftfeuchtigkeit förderlich für das wachstum. Man sollte die jungpflanzen langsam an die bedingungen im freien gewöhnen, bevor man sie endgültig an ihren platz im garten setzt.

Man muss bei der samenaussaat berücksichtigen, dass die nachkommen nicht immer exakt der mutterpflanze entsprechen. Es können interessante variationen in farbe und wuchsform entstehen, was den reiz dieser methode ausmacht. Bis zur ersten blüte vergehen bei sämlingen meist zwei jahre, da die pflanze im ersten jahr alle kraft in den aufbau der rosette steckt. Diese art der vermehrung ist ideal, um größere flächen kostengünstig mit der alpen-aster zu besiedeln.

Tipps für die anzucht von jungpflanzen

Jungpflanzen, ob aus stecklingen, teilung oder aussaat gewonnen, brauchen in ihrer anfangszeit besonderen schutz. Sie sind noch nicht so widerstandsfähig gegen extreme wettereinflüsse wie hagel oder starke hitzeperioden. Ein schattiernetz oder ein vlies kann an extremen tagen helfen, den stress für die kleinen pflanzen zu reduzieren. Man sollte sie zudem regelmäßig auf schädlinge wie schnecken kontrollieren, die das zarte grün besonders gerne mögen.

Die abhärtung der jungpflanzen ist ein entscheidender schritt vor dem endgültigen aussetzen in das gartenbeet. Man stellt die töpfe zunächst für einige stunden an einen halbschattigen platz und steigert die sonnendauer von tag zu tag. So gewöhnt sich das gewebe an die uv-strahlung und wird stabiler gegenüber verdunstung. Nach etwa zwei wochen sind die pflanzen meist bereit, den herausforderungen im steingarten dauerhaft zu begegnen.

Beim einpflanzen der selbstgezogenen jungpflanzen sollte man darauf achten, sie nicht tiefer zu setzen, als sie vorher im topf standen. Ein zu tiefes einpflanzen kann zu fäulnis an der basis der blätter führen, was den erfolg gefährdet. Man drückt die erde behutsam fest und achtet darauf, dass keine hohlräume an den wurzeln bleiben. Eine markierung der pflanzstelle hilft dabei, die kleinen pflanzen beim jäten nicht versehentlich zu entfernen.

Wer seine jungpflanzen im herbst setzt, sollte ihnen einen leichten winterschutz aus reisig gönnen. Da sie noch nicht tief gewurzelt haben, besteht die gefahr, dass sie bei starkem frost aus dem boden „hochgefroren“ werden. Eine dünne schicht fichten- oder tannenzweige bricht den kalten wind und schützt vor der wintersonne. So vorbereitet steht einem kräftigen austrieb im nächsten frühjahr und einer gesunden entwicklung nichts mehr im wege.

Häufig gestellte Fragen