Die erfolgreiche etablierung des cambridge-storchschnabels beginnt mit einer sorgfältigen planung des pflanzvorgangs. Da diese hybride besonders für ihre bodendeckenden eigenschaften geschätzt wird, spielt die richtige technik beim setzen eine entscheidende rolle für das spätere wachstumsbild. Du kannst mit ein wenig fachwissen sicherstellen, dass die jungen stauden schnell anwurzeln und sich zu einem geschlossenen teppich entwickeln. Auch die vermehrung dieser pflanze ist für viele hobbygärtner ein spannendes thema, um kostengünstig größere flächen zu begrünen.

Cambridge-Storchschnabel
Geranium x cantabrigiense
Pflegeleicht
Gartenhybrid (SO-Europa)
Stauden-Bodendecker
Umgebung & Klima
Lichtbedarf
Sonne bis Halbschatten
Wasserbedarf
Mäßig (trockenheitstolerant)
Luftfeuchtigkeit
Niedrig bis normal
Temperatur
Mäßig (15-25°C)
Frosttoleranz
Winterhart (-25°C)
Überwinterung
Im Freien (winterhart)
Wachstum & Blüte
Höhe
20-30 cm
Breite
40-60 cm
Wachstum
Mittel bis schnell
Schnitt
Nach der Blüte (Rückschnitt)
Blütekalender
Mai - Juli
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
Boden & Pflanzung
Bodenansprüche
Gut durchlässig, Lehm
Boden-pH
Neutral (6,0-7,5)
Nährstoffbedarf
Niedrig (einmal jährlich)
Idealer Standort
Bodendecker, Steingarten
Merkmale & Gesundheit
Zierwert
Blüten und Duftlaub
Laubwerk
Duftend, halbimmergrün
Duft
Leicht duftende Blätter
Toxizität
Ungiftig
Schädlinge
Resistent (Schnecken selten)
Vermehrung
Teilung

Standortwahl

Bevor du den ersten spatenstich setzt, solltest du den garten genau beobachten, um den idealen platz zu finden. Der cambridge-storchschnabel liebt sonnige bis halbschattige lagen, in denen er genügend licht für die blütenbildung erhält. Ein zu dunkler standort führt oft dazu, dass die pflanze zwar wächst, aber deutlich weniger der charakteristischen blüten hervorbringt. Du solltest auch darauf achten, dass der gewählte ort nicht zur bildung von stehendem wasser neigt.

Die bodenstruktur am gewählten standort sollte vorab geprüft werden, um gegebenenfalls verbesserungen vorzunehmen. Ein mäßig nährstoffreicher boden, der gut durchlüftet ist, bietet die besten voraussetzungen für ein zügiges anwachsen. Du kannst schweren boden mit etwas sand auflockern, damit die feinen wurzeln leichter in die tiefe vordringen können. Die nähe zu größeren gehölzen ist meist unproblematisch, solange der wurzeldruck nicht extrem hoch ist.

Windgeschützte bereiche sind zwar vorteilhaft, aber keine zwingende voraussetzung für den robusten bodendecker. In sehr exponierten lagen könnte das laub bei starker wintersonne und gefrorenem boden etwas leiden, erholt sich aber im frühjahr schnell. Du solltest den pflanzen genügend abstand zu empfindlichen nachbarn lassen, da sie einen gewissen ausbreitungsdrang besitzen. Eine kluge platzierung spart dir später viel arbeit beim eingrenzen der bestände.

Überlege dir auch, welche optische wirkung du mit der pflanzung erzielen möchtest, ob als flächenfüller oder beetrand. Der cambridge-storchschnabel wirkt besonders harmonisch, wenn er in größeren gruppen gepflanzt wird, statt nur als einzelne staude. Du kannst verschiedene sorten kombinieren, um subtile unterschiede in der blütenfarbe oder der laubstruktur zu nutzen. Ein gut gewählter standort ist das fundament für die langfristige freude an deinen pflanzen.

Einpflanzvorgang

Die beste zeit für das pflanzen ist entweder das zeitige frühjahr oder der frühe herbst, wenn die verdunstung gering ist. Du solltest das pflanzloch etwa doppelt so groß wie den wurzelballen ausheben, um den wurzeln den start zu erleichtern. Mische den ausgehobenen boden mit etwas reifem kompost, um der staude einen kleinen nährstoffvorrat mit auf den weg zu geben. Bevor du die pflanze einsetzt, empfiehlt es sich, den wurzelballen in einem wasserbad gründlich zu tränken.

Setze den storchschnabel so tief in die erde, dass die oberkante des ballens bündig mit der bodenoberfläche abschließt. Zu tiefes pflanzen kann zu fäulnis an den triebbasen führen, während zu flaches setzen die wurzeln austrocknen lässt. Drücke die erde rund um die pflanze mit den händen fest an, um hohlräume zu schließen und einen guten bodenkontakt herzustellen. Ein vorsichtiges antreten mit dem fuß ist ebenfalls möglich, sollte aber nicht zu starkem verdichten führen.

Direkt nach dem pflanzen ist eine kräftige bewässerung unerlässlich, um den wurzelaustrieb anzuregen. Du solltest in den ersten wochen darauf achten, dass das erdreich nie ganz austrocknet, bis die staude fest etabliert ist. Ein kleiner erdwall rund um die pflanze kann helfen, das gießwasser gezielt an die wurzeln zu leiten. Sobald du den ersten neuen austrieb entdeckst, ist dies ein sicheres zeichen für das erfolgreiche anwachsen.

Der pflanzabstand sollte bei etwa 30 bis 35 zentimetern liegen, wenn du einen dichten teppich erzielen möchtest. Das entspricht ungefähr acht bis zehn pflanzen pro quadratmeter, je nach gewünschter geschwindigkeit der flächendeckung. Du wirst überrascht sein, wie schnell die lücken zwischen den einzelnen stauden durch die ausläufer geschlossen werden. Geduld in den ersten monaten wird später mit einem pflegeleichten und wunderschönen gartenbereich belohnt.

Teilung der staude

Die teilung ist die einfachste und effektivste methode, um den cambridge-storchschnabel zu vermehren und gleichzeitig zu verjüngen. Du solltest diesen vorgang am besten alle paar jahre durchführen, wenn die mitte der pflanze beginnt, schwächer zu werden. Der ideale zeitpunkt hierfür ist der märz oder april, kurz bevor der große wachstumsschub einsetzt. Alternativ kannst du die teilung auch im september vornehmen, damit die jungpflanzen vor dem winter noch wurzeln schlagen.

Grabe die gesamte pflanze vorsichtig mit einer grabgabel aus, um so viele wurzeln wie möglich zu erhalten. Du kannst den wurzelballen nun entweder mit den händen auseinanderziehen oder bei älteren exemplaren einen scharfen spaten zur hilfe nehmen. Jedes teilstück sollte über mindestens zwei bis drei gesunde triebknospen und ausreichend wurzelmasse verfügen. Entferne bei dieser gelegenheit auch gleich vertrocknete oder kranke teile der alten mutterpflanze.

Die gewonnenen teilstücke sollten so schnell wie möglich wieder in die erde gebracht werden, damit die wurzeln nicht austrocknen. Du kannst sie direkt an ihren neuen bestimmungsort pflanzen oder in töpfe setzen, falls die beete noch nicht vorbereitet sind. Behandle die neuen pflanzen in der ersten zeit wie frisch gekaufte jungpflanzen und achte auf eine gute wasserversorgung. Durch die teilung gewinnst du nicht nur neue pflanzen, sondern förderst auch die blühfreudigkeit der ursprünglichen staude.

Diese methode ist zudem ideal, um pflanzen mit freunden oder nachbarn zu tauschen und so die vielfalt im garten zu erhöhen. Da die hybride steril ist und keine keimfähigen samen bildet, ist die vegetative vermehrung der einzige weg zur vervielfältigung. Du wirst feststellen, dass geteilte pflanzen oft schon im selben jahr wieder blühen und kräftig wachsen. Es ist eine sehr befriedigende arbeit, die den fortbestand deines gartenparadieses sichert.

Stecklingsvermehrung

Eine weitere möglichkeit der vermehrung ist das schneiden von stecklingen im späten frühjahr oder frühen sommer. Du solltest hierfür halbverholzte triebe wählen, die kräftig und gesund aussehen, aber noch nicht blühen. Schneide etwa zehn zentimeter lange stücke ab und entferne die unteren blätter, damit die verdunstungsfläche reduziert wird. Ein sauberer schnitt direkt unterhalb eines blattknotens erhöht die chancen auf eine erfolgreiche wurzelbildung erheblich.

Stecke die vorbereiteten triebe in ein gefäß mit einer mischung aus torffreier anzuchterde und etwas sand. Du solltest das substrat gleichmäßig feucht halten, aber darauf achten, dass keine nässe im topf stagniert. Ein schattiger platz im gewächshaus oder auf der fensterbank ohne direkte sonne ist für die ersten wochen ideal. Eine transparente abdeckung kann helfen, die luftfeuchtigkeit hoch zu halten, sollte aber regelmäßig zum lüften abgenommen werden.

Nach etwa drei bis vier wochen beginnen sich die ersten feinen wurzeln an den basisstellen der stecklinge zu bilden. Du merkst dies meist daran, dass die pflanze oben neue, kleine blättchen austreibt und einen gewissen widerstand beim vorsichtigen ziehen bietet. Sobald die töpfe gut durchwurzelt sind, kannst du die jungen storchschnäbel in größere gefäße oder direkt ins freiland umpflanzen. Diese methode erfordert etwas mehr fingerspitzengefühl als die teilung, ist aber sehr effizient für große mengen.

Die aufzucht eigener pflanzen aus stecklingen ermöglicht es dir, exakte kopien deiner lieblingssorten zu ziehen. Da du den gesamten prozess von anfang an begleitest, baust du eine besondere beziehung zu deinen gartenbewohnern auf. Es ist faszinierend zu beobachten, wie aus einem kleinen triebstück innerhalb eines jahres eine stattliche staude heranwächst. Mit ein wenig übung wirst du bei dieser vermehrungsmethode sehr hohe erfolgsquoten erzielen.

Häufig gestellte Fragen