Das Einpflanzen dieses robusten Blütenstrauches im eigenen Garten legt das Fundament für ein langes und gesundes Pflanzenleben. Grundsätzlich ist eine Pflanzung im zeitigen Frühjahr oder im milden Herbst besonders zu empfehlen, da der Boden dann optimale Bedingungen bietet. In diesen Jahreszeiten ist die Verdunstung über die Blätter geringer, was das Anwurzeln im neuen Erdreich erheblich erleichtert. Eine sorgfältige Vorbereitung des zukünftigen Standortes ist dabei der erste und wichtigste Schritt zum Erfolg.
Bevor der eigentliche Pflanzvorgang beginnt, sollte der ausgewählte Boden gründlich von tiefwurzelnden Unkräutern und Steinen befreit werden. Ein großflächiges Umgraben lockert die Struktur auf und sorgt für eine gute Belüftung des Substrats. Falls der vorhandene Gartenboden zu schwer oder stark verdichtet ist, empfiehlt sich das Einmischen von reichlich Sand. Dies verbessert den Wasserabfluss und verhindert die gefürchtete Staunässe, welche die feinen Wurzeln schädigen könnte.
Zur Steigerung des Nährstoffgehaltes kann reifer Kompost oder spezielle Hortensienerde in den Erdaushub eingearbeitet werden. Diese organischen Bestandteile verbessern nicht nur die Bodenstruktur, sondern aktivieren auch das nützliche Bodenleben. Der optimale pH-Wert liegt im leicht sauren bis neutralen Bereich, was die Nährstoffaufnahme später perfekt unterstützt. Eine gut vorbereitete Pflanzstelle erleichtert dem Strauch die Umstellung und beschleunigt das anschließende Wachstum.
Sollte der Boden extrem sandig sein, ist die Zugabe von hochwertigem Humus oder Bentonit ratsam, um die Speicherfähigkeit zu erhöhen. Dadurch bleibt das Gießwasser länger in der relevanten Wurzelzone verfügbar und verdunstet nicht ungenutzt. Nach der Bodenbearbeitung sollte das Beet idealerweise einige Tage ruhen, damit sich das Erdreich wieder leicht setzen kann. Diese Geduld zahlt sich durch eine stabilere Verankerung des frisch gesetzten Strauches aus.
Schritt für Schritt Anleitung zum Einpflanzen
Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so breit und tief ausgehoben werden wie der Wurzelballen des Strauches. Dies gibt den jungen Wurzeln die Möglichkeit, sich in der gelockerten Erde schnell und ungehindert auszubreiten. Vor dem Einsetzen empfiehlt es sich, den gesamten Wurzelballen in einem Eimer mit Wasser vollständig unterzutauchen. Sobald keine Luftblasen mehr aufsteigen, ist der Ballen optimal mit Feuchtigkeit gesättigt und bereit für die Erde.
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Nun wird der Strauch mittig in das vorbereitete Loch platziert, wobei die Pflanztiefe exakt beachtet werden muss. Die Oberkante des Wurzelballens sollte bündig mit der umgebenden Erdoberfläche abschließen oder nur minimal tiefer sitzen. Ein zu tiefes Einpflanzen kann die Rinde am Stamm schädigen und Fäulnisprozesse begünstigen. Das vorsichtige Auflockern der äußeren feinen Wurzeln regt zudem das schnelle Breitenwachstum im neuen Boden an.
Nachdem die Pflanze optimal ausgerichtet ist, wird das Loch schrittweise mit dem vorbereiteten Erdaushub wieder aufgefüllt. Dabei sollte die Erde zwischendurch immer wieder mit den Händen oder vorsichtig mit dem Fuß leicht angedrückt werden. Dies schließt größere Hohlräume im Boden, die den direkten Kontakt der Wurzeln zur Erde verhindern würden. Ein stabiler Stand von Anfang an schützt die Pflanze auch vor starkem Wind.
Zum Abschluss wird rund um den frisch gepflanzten Strauch ein praktischer Gießrand aus Erde geformt. Dieser sorgt dafür, dass das anschließende, reichliche Angießen gezielt zu den Wurzeln geleitet wird und nicht oberflächlich verläuft. Eine dicke Schicht aus Rindenmulch schützt den Bereich abschließend vor dem Austrocknen und unterdrückt aufkommendes Unkraut. In den ersten Wochen nach der Pflanzung muss der Boden durchgehend gleichmäßig feucht gehalten werden.
Vermehrung durch Stecklinge im Sommer
Die Gewinnung neuer Pflanzen durch Stecklinge ist eine der einfachsten und zugleich erfolgreichsten Methoden der Vermehrung. Der beste Zeitpunkt hierfür liegt in den warmen Sommermonaten Juni und Juli, wenn die Triebe voll im Saft stehen. Es werden halbreife Triebe ausgewählt, die noch keine Blütenknospen angesetzt haben und bereits leicht verholzt sind. Ein scharfes Messer sorgt für saubere Schnitte, die das Gewebe der Mutterpflanze nicht unnötig quetschen.
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Der Steckling sollte eine Länge von etwa zehn bis fünfzehn Zentimetern aufweisen und mindestens zwei bis drei Blattpaare besitzen. Das unterste Blattpaar wird vorsichtig entfernt, da dieser Bereich später in die Erde gesteckt wird. Die verbleibenden oberen Blätter können bei Bedarf um die Hälfte eingekürzt werden, um die Verdunstungsfläche effektiv zu reduzieren. Der untere Schnitt erfolgt idealerweise schräg direkt unterhalb eines Blattknotens.
Als Substrat eignet sich eine nährstoffarme Anzuchterde, die mit einem guten Anteil an Sand oder Perlite gemischt wird. Die Stecklinge werden nun einige Zentimeter tief in kleine Töpfe gesteckt und die Erde gut angedrückt. Ein feuchtwarmes Mikroklima, erzeugt durch eine durchsichtige Plastikhaube über dem Topf, beschleunigt die Wurzelbildung ungemein. Der Standort sollte hell sein, jedoch absolut geschützt vor direkter, praller Sonneneinstrahlung.
Die Abdeckung muss täglich kurz gelüftet werden, um Schimmelbildung durch angestaute Feuchtigkeit zu vermeiden. Nach etwa drei bis vier Wochen zeigen sich meist die ersten neuen Blattaustriebe als sicheres Zeichen für eine erfolgreiche Bewurzelung. Sobald die Töpfe gut durchwurzelt sind, können die Jungpflanzen in größere Gefäße mit normaler Gartenerde umgetopft werden. Vor dem Auspflanzen ins Freiland sollten sie jedoch den ersten Winter geschützt verbringen.
Absenker und andere Methoden zur Vergrößerung
Eine weitere, sehr sichere Methode zur Vermehrung im eigenen Garten ist das sogenannte Absenken von bodennahen Trieben. Diese Technik wird bevorzugt im Frühjahr angewendet, da die Pflanze dann eine hohe Regenerationskraft besitzt. Man wählt dazu einen langen, flexiblen Ast aus, der sich leicht und ohne zu brechen bis zum Boden biegen lässt. An der Kontaktstelle mit der Erde wird der Trieb vorsichtig von Blättern befreit.
Anschließend wird der Ast in einer kleinen, flachen Rinne im Boden mit einem gebogenen Draht oder einem Stein fixiert. Die Triebspitze sollte dabei wieder nach oben zeigen und kann bei Bedarf an einem kleinen Stab festgebunden werden. Um die Wurzelbildung an der unterirdischen Stelle anzuregen, kann die Rinde dort ganz leicht angeritzt werden. Danach wird die Rinne wieder mit Erde aufgefüllt und der Bereich stets gut feucht gehalten.
Im Laufe der Monate bilden sich an der vergrabenen Stelle eigene Wurzeln, während der Trieb weiterhin von der Mutterpflanze versorgt wird. Im darauffolgenden Frühjahr kann die Verbindung zur Ursprungspflanze mit einer scharfen Schere endgültig gekappt werden. Der neu entstandene, eigenständige Strauch wird dann vorsichtig ausgegraben und an seinen endgültigen Bestimmungsort im Garten umgesetzt. Diese Methode ist besonders schonend, da das Risiko eines Fehlschlags extrem gering ist.
Neben Stecklingen und Absenkern ist theoretisch auch eine Vermehrung durch Aussaat der feinen Samen möglich, was jedoch deutlich aufwendiger ist. Die sortentypischen Eigenschaften gehen dabei oft verloren, weshalb diese Methode meist nur in der professionellen Züchtung eine Rolle spielt. Für den Hobbygärtner bieten die vegetativen Methoden wie Stecklinge oder Absenker die besten und schnellsten Ergebnisse. So lässt sich die eigene Sammlung im Garten mit etwas Geduld ganz leicht und kostengünstig erweitern.