Funkien, auch als Hosta bekannt, sind wahre schmuckstücke für jeden schattigen gartenbereich und erfreuen sich aufgrund ihrer beeindruckenden blattvielfalt und robustheit großer beliebtheit. Um jedoch die volle pracht dieser stauden zur geltung zu bringen, bedarf es einer sachkundigen und aufmerksamen pflege, die über das bloße gießen hinausgeht. Eine fachgerechte versorgung stellt sicher, dass die pflanzen gesund bleiben, ihre charakteristischen blattfarben und -muster intensiv ausbilden und über viele jahre hinweg eine zierde für den garten darstellen. Die grundlagen der pflege umfassen die richtige standortwahl, eine angemessene wasserversorgung sowie eine an die bedürfnisse der pflanze angepasste nährstoffzufuhr. Wer diese aspekte berücksichtigt, wird mit kräftigem wachstum und einer üppigen blattfülle belohnt, die von frühling bis herbst für struktur und farbe im beet sorgt.
Die wahl des standortes ist für das gedeihen von funkien von entscheidender bedeutung, da hier die weichen für eine gesunde entwicklung gestellt werden. Die meisten sorten bevorzugen einen halbschattigen bis schattigen platz, der sie vor der intensiven mittagssonne schützt, welche die empfindlichen blätter verbrennen könnte. Ein standort unter laubabwerfenden bäumen oder an der nordseite eines gebäudes ist daher ideal, da hier die lichtverhältnisse optimal sind. Es ist ebenfalls wichtig, einen windgeschützten ort zu wählen, um mechanische schäden an den großen, dekorativen blättern zu vermeiden. Starke windböen können die blätter einreißen oder knicken, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch eintrittspforten für krankheitserreger schaffen kann.
Die bodenbeschaffenheit spielt eine ebenso wichtige rolle für die vitalität der hosta, denn sie bildet die grundlage für ein kräftiges wurzelwachstum und eine effiziente nährstoffaufnahme. Funkien bevorzugen einen humusreichen, gleichmäßig feuchten und gut durchlässigen boden, der keine staunässe zulässt, da diese zu wurzelfäulnis führen kann. Vor der pflanzung empfiehlt es sich daher, den boden tiefgründig zu lockern und mit reifem kompost oder anderer organischer substanz anzureichern, um die bodenstruktur und das nährstoffangebot zu verbessern. Ein leicht saurer bis neutraler pH-wert ist für die meisten funkien-arten optimal. Die regelmäßige zugabe von kompost im frühjahr fördert nicht nur das bodenleben, sondern versorgt die pflanze auch langfristig mit wichtigen nährstoffen.
Die lebensdauer und wuchskraft einer funkie können durch gezielte pflegemaßnahmen über viele jahre erhalten und sogar gesteigert werden. Eine wichtige, aber oft vernachlässigte, maßnahme ist das teilen älterer, zu groß gewordener horste. Dies dient nicht nur der vermehrung, sondern auch der verjüngung der pflanze, da es das wachstum anregt und die vitalität erhält. Der beste zeitpunkt für die teilung ist das zeitige frühjahr, kurz bevor die neuen triebe erscheinen, oder der herbst nach der blüte. Indem man den wurzelballen vorsichtig ausgräbt und mit einem scharfen spaten oder messer in mehrere teilstücke zerlegt, kann man die pflanze revitalisieren und gleichzeitig neue exemplare für andere gartenbereiche gewinnen.
Der richtige standort
Die sorgfältige auswahl des pflanzortes ist der erste und wichtigste schritt, um die pracht der funkien voll zu entfalten, denn sie reagieren sehr sensibel auf die lichtintensität. Grundsätzlich gilt die faustregel: Je heller das blatt, desto mehr schatten benötigt die pflanze, um ihre farbintensität zu bewahren und verbrennungen zu vermeiden. Blau- und dunkelgrünblättrige sorten kommen am besten im tiefen schatten zurecht, wo ihre farben besonders intensiv leuchten. Gelb- und weißbunte (panaschierte) sorten hingegen benötigen etwas mehr licht, idealerweise die milde morgen- oder abendsonne, um ihre leuchtenden muster vollständig auszubilden. Direkte mittagssonne sollte jedoch bei allen sorten unbedingt vermieden werden, da sie zu unschönen, trockenen flecken auf den blättern führt.
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Neben den lichtverhältnissen ist auch der schutz vor extremen witterungsbedingungen ein entscheidender faktor für einen gesunden wuchs. Ein standort, der vor starkem wind geschützt ist, verhindert, dass die großen, zarten blätter der hosta einreißen oder abknicken, was die pflanze schwächen und anfälliger für krankheiten machen kann. Eine pflanzung in der nähe von hecken, mauern oder größeren sträuchern bietet oft den nötigen windschutz. Gleichzeitig sollte der standort eine gute luftzirkulation ermöglichen, damit die blätter nach regenfällen schnell abtrocknen können. Dies reduziert das risiko von pilzinfektionen wie blattfleckenkrankheiten, die sich in feuchtem, stehendem klima besonders gut ausbreiten können.
Die konkurrenz durch andere pflanzen, insbesondere durch stark wurzelnde bäume, sollte bei der standortwahl nicht unterschätzt werden. Obwohl eine pflanzung unter laubgehölzen grundsätzlich ideal ist, können flach wurzelnde bäume wie ahorn oder birke eine erhebliche konkurrenz um wasser und nährstoffe darstellen. Dies kann dazu führen, dass die funkien kümmerlich wachsen und ihre blätter kleiner bleiben. In solchen fällen ist es ratsam, einen großzügigen pflanzabstand zum baumstamm einzuhalten oder die pflanzgrube mit einer wurzelsperre auszukleiden. Eine alternative ist die pflanzung in großen kübeln, die in den schattigen bereichen platziert werden und eine optimale kontrolle über das substrat und die nährstoffversorgung ermöglichen.
Schließlich ist bei der planung des standortes auch die zukünftige entwicklung der pflanze zu berücksichtigen, denn funkien können sich über die jahre zu stattlichen horsten entwickeln. Der pflanzabstand sollte daher großzügig bemessen werden, um den pflanzen genügend raum zur entfaltung zu geben und eine überfüllung des beetes zu vermeiden. Je nach sorte kann der durchmesser eines ausgewachsenen horstes zwischen 30 zentimetern und über einem meter betragen. Ein ausreichender abstand sorgt nicht nur für ein harmonisches gesamtbild, sondern gewährleistet auch eine gute luftzirkulation zwischen den pflanzen und erleichtert spätere pflegemaßnahmen wie das entfernen von unkraut oder das ausbringen von mulch.
Boden und substrat
Die qualität des bodens ist das fundament für gesunde und wüchsige funkien, da sie ihre nährstoffe und feuchtigkeit hauptsächlich aus diesem medium beziehen. Ein idealer boden für hosta ist reich an humus, locker und tiefgründig, sodass sich die wurzeln ungehindert ausbreiten können. Schwere, lehmige böden sollten unbedingt verbessert werden, da sie zu staunässe neigen, was die wurzeln schädigen und zu fäulnis führen kann. Eine großzügige einarbeitung von reifem kompost, lauberde oder sand verbessert die drainage und belüftung des bodens erheblich. Diese organischen materialien fördern zudem das bodenleben, was wiederum der pflanzengesundheit zugutekommt und die nährstoffverfügbarkeit erhöht.
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Die fähigkeit des bodens, feuchtigkeit zu speichern, ohne dabei vernässt zu sein, ist ein weiterer entscheidender aspekt für die pflege von funkien. Insbesondere während trockener sommerperioden ist ein boden, der wasser gut halten kann, von großem vorteil und reduziert den gießaufwand. Eine mulchschicht aus rindenhumus, pinienrinde oder laubkompost ist eine äußerst effektive methode, um die bodenfeuchtigkeit zu bewahren. Diese schicht unterdrückt nicht nur das unkrautwachstum, sondern hält auch den wurzelbereich kühl und gibt beim verrotten langsam nährstoffe an den boden ab. Die mulchschicht sollte im frühjahr, nach dem austrieb der pflanzen, in einer dicke von etwa fünf bis sieben zentimetern aufgetragen werden.
Der pH-wert des bodens hat einen direkten einfluss auf die fähigkeit der funkien, nährstoffe aufzunehmen, und sollte daher im optimalen bereich liegen. Hosta bevorzugen einen leicht sauren bis neutralen boden mit einem pH-wert zwischen 6,0 und 7,0. In diesem bereich sind die meisten für die pflanze wichtigen nährstoffe wie stickstoff, phosphor und kalium am besten verfügbar. Bei zu alkalischen böden (hoher pH-wert) kann es zu mangelerscheinungen kommen, die sich beispielsweise in einer gelbfärbung der blätter (chlorose) äußern. Eine bodenprobe kann aufschluss über den aktuellen pH-wert geben, und bei bedarf kann dieser durch die zugabe von saurem laubkompost, torf oder speziellen bodenverbesserern angepasst werden.
Für die kultur von funkien in töpfen oder kübeln ist die wahl des richtigen substrats von ebenso großer bedeutung wie die bodenbeschaffenheit im freiland. Eine hochwertige, strukturstabile kübelpflanzenerde, die mit kompost und einem anteil an mineralischen komponenten wie perlit oder lava-granulat angereichert ist, bietet ideale wachstumsbedingungen. Diese mischung gewährleistet eine gute belüftung der wurzeln, eine hohe wasserspeicherkapazität und verhindert gleichzeitig staunässe. Es ist essenziell, dass die pflanzgefäße über ausreichende drainageöffnungen am boden verfügen, damit überschüssiges wasser ungehindert abfließen kann. Eine drainageschicht aus tonscherben oder blähton am topfboden ist eine zusätzliche sicherheitsmaßnahme gegen wurzelfäulnis.
Gießen und luftfeuchtigkeit
Eine konstante und ausreichende wasserversorgung ist für die entwicklung der großen, saftigen blätter der funkien unerlässlich. Der wasserbedarf ist insbesondere während der hauptwachstumsphase im frühling und sommer sowie an heißen, trockenen tagen sehr hoch. Es ist wichtig, den boden gleichmäßig feucht zu halten, ihn aber zwischen den gießvorgängen oberflächlich leicht abtrocknen zu lassen, um staunässe zu vermeiden. Ein untrügliches zeichen für wassermangel sind schlaff herabhängende blätter. In diesem fall sollte umgehend, aber durchdringend gegossen werden, sodass das wasser auch die tieferen wurzelschichten erreicht. Oberflächliches, häufiges gießen ist weniger effektiv und fördert nur ein flaches wurzelsystem.
Die richtige gießtechnik spielt eine wichtige rolle bei der prävention von pilzkrankheiten. Das wasser sollte stets direkt auf den wurzelbereich und nicht über die blätter gegossen werden. Nasse blätter, die über nacht nicht abtrocknen können, bieten einen idealen nährboden für pilzsporen, die zu blattflecken oder fäulnis führen können. Aus diesem grund ist der beste zeitpunkt zum gießen der frühe morgen. Zu dieser tageszeit kann die pflanze das wasser optimal aufnehmen, und die blätter haben genügend zeit, vor der nacht wieder vollständig zu trocknen. Die verwendung von regenwasser ist ideal, da es kalkarm ist und von den pflanzen besser vertragen wird als hartes leitungswasser.
Funkien, die in töpfen und kübeln kultiviert werden, haben einen deutlich höheren wasserbedarf als ihre artgenossen im freiland, da das substratvolumen begrenzt ist und schneller austrocknet. Während heißer sommermonate kann es notwendig sein, topf-hosta täglich oder sogar zweimal täglich zu gießen. Eine regelmäßige kontrolle der substratfeuchtigkeit mit dem finger ist hier unerlässlich. Auch bei kübelpflanzen gilt, dass überschüssiges wasser aus dem untersetzer entfernt werden sollte, um wurzelfäulnis vorzubeugen. Eine drainageschicht am topfboden und ein hochwertiges substrat sind entscheidend, um den wasserhaushalt optimal zu regulieren.
Obwohl funkien keine extrem hohe luftfeuchtigkeit benötigen, profitieren sie von einem mikroklima, das nicht übermäßig trocken ist. Ein standort in der nähe eines teiches oder in einer gruppenpflanzung mit anderen schattenliebenden stauden kann die lokale luftfeuchtigkeit auf natürliche weise erhöhen. An sehr heißen und trockenen tagen kann ein gelegentliches, feines übersprühen der blätter am frühen morgen erfrischend wirken, sollte aber nicht zur regel werden, um pilzbefall zu vermeiden. Eine dicke mulchschicht trägt ebenfalls dazu bei, die verdunstung aus dem boden zu reduzieren und so ein feuchteres mikroklima im direkten umfeld der pflanze zu schaffen.
Düngung und nährstoffversorgung
Eine ausgewogene nährstoffversorgung ist entscheidend für das kräftige wachstum und die intensive blattfärbung der funkien. Der hauptdüngezeitpunkt ist das frühjahr, wenn die pflanzen mit dem austrieb beginnen und einen hohen bedarf an nährstoffen für die entwicklung der blattmasse haben. Eine gabe von reifem kompost oder einem organischen langzeitdünger, der leicht in die oberste bodenschicht eingearbeitet wird, bietet eine hervorragende grundversorgung für die gesamte saison. Organische dünger haben den vorteil, dass sie die nährstoffe langsam und kontinuierlich freisetzen und gleichzeitig die humusbildung und bodenstruktur verbessern. Dies schafft nachhaltig gute wachstumsbedingungen für die pflanzen.
Bei der auswahl des düngers sollte auf eine stickstoffbetonte formulierung geachtet werden, da stickstoff maßgeblich für das blattwachstum verantwortlich ist. Ein zu hoher stickstoffanteil kann jedoch zu weichem, anfälligem gewebe führen, weshalb eine ausgewogene mischung mit phosphor und kalium wichtig ist. Kalium stärkt die zellwände und erhöht die widerstandsfähigkeit der pflanze gegenüber krankheiten und schädlingen. Auf mineralische schnellwirkende dünger, wie zum beispiel blaukorn, sollte eher verzichtet oder diese nur sehr vorsichtig dosiert werden, da eine überdüngung die wurzeln schädigen und zu verbrennungen führen kann.
Für funkien in kübelkultur ist eine regelmäßige düngung besonders wichtig, da der nährstoffvorrat im begrenzten substrat schnell aufgebraucht ist. Ab dem frühjahr bis etwa ende juli kann alle zwei bis vier wochen ein flüssiger grünpflanzendünger in halber konzentration dem gießwasser beigemischt werden. Diese regelmäßige, aber moderate nährstoffzufuhr sorgt für ein kontinuierliches wachstum und eine prächtige blattentwicklung. Ab august sollte die düngung eingestellt werden, damit die pflanze sich auf den winter vorbereiten und das gewebe ausreifen kann. Eine späte stickstoffdüngung würde das wachstum erneut anregen und die winterhärte der pflanze beeinträchtigen.
Es ist auch möglich, auf natürliche düngemethoden zurückzugreifen, die den boden langfristig verbessern. Das liegenlassen des eigenen laubes im herbst ist eine ausgezeichnete methode, um den nährstoffkreislauf zu schließen. Die verrottenden blätter bilden eine schützende mulchschicht und werden von bodenorganismen zu wertvollem humus zersetzt, der die pflanzen im nächsten frühjahr mit nährstoffen versorgt. Zusätzlich kann eine jährliche gabe von urgesteinsmehl den boden mit wichtigen spurenelementen anreichern und die allgemeine pflanzengesundheit fördern. Diese nachhaltigen methoden tragen zu einem gesunden und widerstandsfähigen gartenökosystem bei.
Schnittmaßnahmen
Schnittmaßnahmen bei funkien sind in der regel nicht zwingend erforderlich, können aber aus ästhetischen und pflanzenhygienischen gründen sinnvoll sein. Der wichtigste schnitt betrifft die blütenstiele nach dem verblühen. Entfernt man die welken blütenstände zeitnah, investiert die pflanze ihre energie nicht in die samenbildung, sondern in das wachstum und die stärkung der blätter und wurzeln. Die stiele sollten mit einer sauberen, scharfen gartenschere oder einem messer möglichst nah am grund der pflanze abgeschnitten werden. Das herausziehen der stiele ist zu vermeiden, da dies das wurzelwerk (rhizom) verletzen und die pflanze lockern könnte.
Im laufe der vegetationsperiode können einzelne blätter durch schädlingsfraß, krankheiten oder mechanische einwirkungen unansehnlich werden. Solche beschädigten oder welken blätter sollten regelmäßig entfernt werden, um das erscheinungsbild der pflanze zu verbessern und die ausbreitung von krankheitserregern zu verhindern. Dieser pflegeschnitt kann während der gesamten wachstumsphase von frühling bis herbst durchgeführt werden. Auch hier ist es wichtig, den kompletten blattstiel an der basis zu entfernen. Ein sauberer schnitt fördert die wundheilung und minimiert das risiko von infektionen.
Die frage, ob das laub im herbst zurückgeschnitten werden sollte, wird unter gärtnern unterschiedlich beantwortet. Lässt man das laub über den winter an der pflanze, dient es als natürlicher winterschutz für das herz der staude. Zudem bietet es kleinen tieren und insekten ein winterquartier und wird langsam zu humus zersetzt. Allerdings können sich in dem feuchten laub auch schnecken und deren eier sowie pilzsporen verbergen, was im frühjahr zu einem verstärkten befall führen kann. Ein rückschnitt des laubes im spätherbst, nachdem es vollständig vergilbt und eingezogen ist, sorgt für ein sauberes beet und reduziert den schädlingsdruck.
Wenn man sich für einen herbstschnitt entscheidet, sollten die blätter etwa handbreit über dem boden abgeschnitten werden. Ein radikaler rückschnitt direkt am boden ist nicht empfehlenswert, da die verbleibenden stängelreste noch einen gewissen schutz bieten. In rauen lagen ist es nach dem rückschnitt ratsam, den wurzelbereich mit einer schicht laub, reisig oder kompost abzudecken, um zusätzlichen frostschutz zu gewährleisten. Alternativ kann der rückschnitt auch erst im zeitigen frühjahr erfolgen, kurz bevor die neuen triebe, die sogenannten „hostons“, aus dem boden spitzen. Dies hat den vorteil, dass der natürliche winterschutz über die kälteste zeit erhalten bleibt.
Überwinterung
Funkien sind in der regel sehr winterhart und überstehen die kalte jahreszeit im freiland ohne größere probleme, sofern sie an einem geeigneten standort gepflanzt wurden. Die pflanzen ziehen im herbst ihre oberirdischen teile vollständig ein, und die überwinterungsorgane, die rhizome, ruhen im boden. Eine schützende schneedecke ist der beste natürliche winterschutz, da sie den boden vor tiefem durchfrieren und austrocknenden winden bewahrt. In regionen mit wenig schnee oder bei kahlfrösten kann eine leichte abdeckung des wurzelbereichs jedoch sinnvoll sein, um die pflanzen zusätzlich zu schützen.
Eine schicht aus laub, tannenzweig oder reifem kompost, die im spätherbst über dem wurzelbereich der funkien verteilt wird, bietet einen effektiven schutz vor extremen temperaturen. Diese mulchschicht isoliert den boden und hilft, eine gleichmäßigere bodentemperatur zu halten, was stress für die ruhenden rhizome reduziert. Besonders junge, frisch gepflanzte hosta oder empfindlichere sorten profitieren von diesem zusätzlichen schutz im ersten winter. Im frühjahr, sobald keine starken fröste mehr zu erwarten sind, sollte diese abdeckung rechtzeitig entfernt werden, um den neuaustrieb nicht zu behindern und fäulnis zu vermeiden.
Funkien, die in töpfen oder kübeln kultiviert werden, sind dem frost stärker ausgesetzt, da der wurzelballen nicht durch die erdmasse des gartens isoliert ist und schneller durchfrieren kann. Daher benötigen kübel-hosta einen besonderen winterschutz. Der topf sollte an einen geschützten ort, beispielsweise an eine hauswand oder unter einen dachvorsprung, gerückt werden, um ihn vor eisigen winden und übermäßiger nässe zu schützen. Es ist ratsam, den kübel auf eine styroporplatte oder holzfüße zu stellen, um den kontakt mit dem kalten boden zu vermeiden und so frost von unten zu verhindern.
Zusätzlich kann der topf selbst mit isolierendem material wie jute, vlies, noppenfolie oder einem alten sack umwickelt werden, um den wurzelballen vor dem durchfrieren zu schützen. Wichtig ist dabei, dass das material atmungsaktiv bleibt, um schimmelbildung zu verhindern. Während des winters sollte die erde im topf nicht vollständig austrocknen. An frostfreien tagen ist eine gelegentliche, sparsame bewässerung notwendig, um die wurzeln vor dem vertrocknen zu bewahren. Staunässe muss jedoch unbedingt vermieden werden, da dies in kombination mit frost die wurzeln irreparabel schädigen würde.