Das pflanzen und vermehren dieser faszinierenden gattung erfordert präzision und ein gewisses maß an geduld. Wer erfolgreich neue exemplare in seinen garten integrieren möchte, muss den optimalen zeitpunkt und die richtige technik wählen. Ein solider start ist die wichtigste voraussetzung für eine gesunde entwicklung über viele jahre hinweg. In diesem abschnitt erfährst du alles notwendige, um deine bestände erfolgreich zu vergrößern und neue flächen zu begrünen.

Vorbereitung des pflanzplatzes

Bevor die eigentliche pflanzung beginnt, muss der boden sorgfältig vorbereitet werden. Es ist ratsam, die fläche von allen tiefwurzelnden unkräutern zu befreien, um konkurrenz zu vermeiden. Die erde sollte tiefgründig gelockert werden, damit die neuen wurzeln leicht eindringen können. Eine mischung aus lauberde, sand und etwas reifem kompost schafft ideale startbedingungen.

Die drainage ist ein kritischer punkt, der schon bei der vorbereitung gelöst werden muss. Wenn der boden zu verdichtungen neigt, sollte eine schicht aus grobem kies in der tiefe eingebracht werden. Dies verhindert, dass sich bei starkregen wasser im wurzelbereich ansammelt. Die bodenstruktur sollte so beschaffen sein, dass sie feuchtigkeit hält, aber überschuss sofort abführt.

Ein pH-test des bodens gibt sicherheit, ob weitere zuschlagstoffe nötig sind. Falls der wert zu hoch ist, kann die einarbeitung von saurer moorerde oder nadelstreu helfen. Diese maßnahme sollte bereits einige wochen vor der pflanzung durchgeführt werden, damit sich der boden setzen kann. Ein gut vorbereitetes beet spart im nachhinein viel arbeit bei der pflege.

Markiere die pflanzstellen vorab, um die nötigen abstände zwischen den einzelnen exemplaren einzuhalten. Zu dichtes pflanzen behindert die luftzirkulation und fördert die ausbreitung von krankheiten. Ein abstand von etwa dreißig zentimetern ist für eine flächige entwicklung meist ideal. So haben die pflanzen genug raum, um ihre horste in den kommenden jahren auszubreiten.

Der richtige pflanzvorgang

Der beste zeitpunkt für die pflanzung ist entweder das frühe frühjahr oder der frühe herbst. Zu diesen zeiten sind die temperaturen moderat und der boden besitzt meist eine natürliche grundfeuchte. Hebe ein pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß ist wie der wurzelballen der jungpflanze. Achte darauf, dass die pflanze nicht tiefer gesetzt wird, als sie zuvor im topf stand.

Bevor du die pflanze einsetzt, solltest du den wurzelballen in einem eimer mit regenwasser gründlich wässern. Wenn keine luftblasen mehr aufsteigen, ist der ballen vollständig gesättigt und bereit für das einsetzen. Lockere vorsichtig die äußeren wurzeln, falls diese im topf sehr dicht gewachsen sind. Dies regt die pflanze dazu an, sofort neue wurzeln in das umgebende substrat zu treiben.

Fülle das pflanzloch mit der vorbereiteten erdmischung auf und drücke diese nur leicht mit den händen an. Ein zu festes antreten kann die feinen kapillaren im boden zerstören und die sauerstoffzufuhr behindern. Nach dem pflanzen ist ein gründliches angießen unerlässlich, um den kontakt zwischen wurzeln und erde herzustellen. Verwende auch hierfür am besten kalkfreies wasser, um den pH-wert nicht zu gefährden.

Eine dünne mulchschicht aus rindenmulch oder laub schützt die frische pflanzstelle vor austrocknung. In den ersten wochen muss die feuchtigkeit besonders genau kontrolliert werden, da die wurzeln noch nicht tief reichen. Direkte mittagssonne sollte unmittelbar nach der pflanzung durch ein schattiergewebe abgemildert werden. So minimierst du den pflanzschock und förderst ein schnelles anwachsen im neuen quartier.

Vermehrung durch aussaat

Die vermehrung über samen ist eine spannende methode, erfordert jedoch viel zeit und fingerspitzengefühl. Die samen dieser art sind oft lichtkeimer und sollten daher nur minimal mit feiner erde bedeckt werden. Es ist wichtig, frisches saatgut zu verwenden, da die keimfähigkeit mit der zeit stark nachlässt. Eine kältebehandlung kann oft helfen, die keimhemmung zu brechen und die erfolgsquote zu steigern.

Verwende für die aussaat flache schalen mit einem speziellen, nährstoffarmen anzuchtsubstrat. Die erde muss konstant feucht gehalten werden, ohne jedoch klatschnass zu sein. Eine abdeckung mit einer transparenten folie oder einer glasscheibe hilft, die luftfeuchtigkeit stabil zu halten. Lüfte das gefäß täglich kurz, um die bildung von schimmelpilzen auf der oberfläche zu vermeiden.

Die keimung kann mehrere wochen oder sogar monate in anspruch nehmen, was oft geduld erfordert. Sobald sich die ersten echten blattpaare zeigen, können die sämlinge vorsichtig in kleine einzeltöpfe vereinzelnt werden. Gehe dabei extrem behutsam vor, um die feinen wurzelfäden nicht abzureißen. Die jungpflanzen benötigen anfangs einen sehr geschützten platz mit viel indirektem licht.

Bis zur ersten blüte aus samen gezogener pflanzen vergehen meist zwei bis drei jahre intensiver pflege. In dieser zeit müssen die jungen gewächse langsam an die bedingungen im freien gewöhnt werden. Ein frostfreier platz im ersten winter erhöht die überlebenschance der kleinen sämlinge massiv. Diese methode ist ideal, wenn du eine größere anzahl an pflanzen für eine flächige begrünung benötigst.

Teilung der wurzelstöcke

Die teilung ist die sicherste und schnellste methode, um identische kopien deiner lieblingspflanze zu erhalten. Der beste zeitpunkt hierfür ist das frühe frühjahr, kurz bevor der neue austrieb beginnt. Grabe den gesamten horst vorsichtig mit einem spaten oder einer grabegabel großflächig aus der erde aus. Achte darauf, so viele wurzeln wie möglich unbeschädigt aus dem boden zu heben.

Mit einem scharfen, sauberen messer oder einem spaten kannst du den wurzelstock in mehrere teile zerlegen. Jedes teilstück muss über mindestens ein kräftiges auge oder einen austrieb sowie genügend wurzelmasse verfügen. Alte oder verfaulte teile in der mitte des horstes sollten bei dieser gelegenheit entsorgt werden. Dies verjüngt die pflanze und fördert die allgemeine vitalität der neuen teilstücke.

Pflanze die geteilten stücke sofort wieder an ihren neuen standorten ein, damit die wurzeln nicht austrocknen. Die pflege nach der teilung entspricht der einer neupflanzung mit intensivem wässern und schattieren. Meist wachsen diese teilstücke sehr schnell an, da sie bereits über ein etabliertes energiesystem verfügen. Oft blühen geteilte pflanzen bereits im selben jahr, wenn der zeitpunkt richtig gewählt wurde.

Diese methode eignet sich hervorragend, um zu groß gewordene pflanzen zu bändigen und gleichzeitig den bestand zu vergrößern. Alle paar jahre ist eine teilung ohnehin ratsam, um die blühfreudigkeit der mutterpflanze zu erhalten. Es ist eine der dankbarsten arbeiten im garten, da der erfolg meist unmittelbar sichtbar ist. Mit gesunden mutterpflanzen gelingt die vermehrung durch teilung fast immer problemlos.