Die wahl des richtigen zeitpunkts entscheidet maßgeblich über das anwachsen der knollen. Idealerweise setzt man die pflanzen im späten sommer oder im frühen herbst in die erde. In dieser phase befinden sich die knollen noch in der ruhe oder beginnen gerade mit dem austrieb. Der warme boden begünstigt die schnelle bildung von neuen, feinen wurzeln.

Eine pflanzung im frühjahr ist zwar möglich, aber oft weniger erfolgreich. Die pflanzen müssen dann mitten in ihrer vegetationsphase gestört und umgesetzt werden. Dies führt häufig zu einem wachstumsstopp und dem verlust der blätter. Wer im herbst pflanzt, nutzt den natürlichen rhythmus der natur optimal aus.

Vor dem pflanzen sollte man den wetterbericht für die kommenden tage studieren. Ein bewölkter tag mit milden temperaturen bietet die besten bedingungen für die gartenarbeit. Extreme hitze oder starker regen direkt nach der pflanzung belasten das material unnötig. Mit etwas planung gelingt das anwerfen der kultur im garten problemlos.

Auch die bodenfeuchtigkeit am pflanztag spielt eine wichtige rolle für den erfolg. Der boden sollte feucht, aber auf keinen fall klatschnass oder verschlämmt sein. Trockene böden müssen vorab gründlich gewässert werden und wieder etwas abtrocknen. So finden die knollen von anfang an ein perfektes mikroklima vor.

Die richtige pflanztiefe und bodenvorbereitung

Die pflanztiefe ist ein kritischer faktor für das überleben der knollen im winter. Sie sollten etwa drei bis f進入ünf zentimeter tief mit erde bedeckt sein. Zu flach gepflanzte knollen können bei starkem frost leicht austrocknen oder erfrieren. Eine zu tiefe pflanzung wiederum erschwert den austrieb der zarten blütenstiele ungemein.

Bei der vorbereitung des pflanzlochs muss die erde tiefgründig aufgelockert werden. Es empfiehlt sich, das loch etwa doppelt so groß wie die knolle selbst auszuheben. Auf dem grund kann man eine dünne schicht sand als drainage einarbeiten. Dies sorgt für einen zügigen wasserabfluss direkt unterhalb der empfindlichen wurzelbasis.

Die knolle wird mit der flachen, glatten seite nach oben in das loch gelegt. Aus dieser oberseite entspringen später die blätter und die blüten der pflanze. Die wurzeln entwickeln sich hingegen an den seiten und auf der unterseite der knolle. Ein verkehrtes einsetzen führt dazu, dass die pflanze eingeht oder nur schwer austreibt.

Nach dem einsetzen wird das loch vorsichtig mit der vorbereiteten erde aufgefüllt. Die erde sollte leicht angedrückt werden, um hohlräume um die knolle zu schließen. Ein vorsichtiges angießen sichert den bodenschluss und regt das wurzelwachstum an. Danach schützt eine dünne mulchschicht den bereich vor schneller austrocknung.

Vermehrung durch aussaat der samen

Die vermehrung über samen erfordert etwas geduld, ist aber gestalterisch sehr lohnend. Die samen reifen im sommer in kleinen, spiralförmig eingedrehten kapseln direkt am boden heran. Man sollte die kapseln ernten, kurz bevor sie von alleine aufplatzen. Frisches saatgut weist die höchste keimrate auf und sollte zügig verwendet werden.

Da die samen dunkelkneimer sind, müssen sie vollständig mit erde bedeckt werden. Eine saatschale mit feuchter anzuchterde eignet sich hervorragend für diesen zweck. Die samen werden flach ausgelegt und mit einer dünnen schicht substrat gesiebt. Danach stellt man die schale an einen kühlen und schattigen ort auf.

Die keimung erfolgt oft unregelmäßig und kann mehrere wochen oder monate dauern. Während dieser zeit muss das substrat gleichmäßig feucht gehalten werden. Ein austrocknen der erde in der keimphase führt unweigerlich zum absterben der sämlinge. Sobald sich die ersten kleinen blättchen zeigen, benötigt die kultur etwas mehr licht.

Die jungen sämlinge bilden bereits im ersten jahr eine winzige knolle aus. Sie können im folgenden frühjahr vorsichtig in kleine einzeltöpfe rotiert werden. Bis zur ersten blüte vergehen meistens zwei bis drei jahre intensiver pflege. Das ergebnis ist jedoch eine vitale und perfekt an den garten angepasste generation.

Vermehrung durch teilung der knollen

Die teilung älterer knollen ist eine weitere methode zur vermehrung dieser pflanzen. Diese maßnahme sollte nur bei sehr großen, kräftigen und gesunden exemplaren durchgeführt werden. Der beste zeitpunkt hierfür ist ebenfalls das ende der sommerlichen ruhephase. Man gräbt die knolle vorsichtig aus und reinigt sie vom erdreich.

Mit einem scharfen, desinfizierten messer wird die knolle in mehrere stücke geschnitten. Jedes teilstück muss zwingend mindestens ein schlafendes auge oder einen austrieb besitzen. Ohne diese vegetationspunkte kann das abgeschnittene teil keine neuen blätter entwickeln. Saubere schnitte minimieren das risiko von späteren fäulnisprozessen im boden.

Die schnittstellen sollten vor dem einpflanzen unbedingt gut abtrocknen können. Das einreiben der wunden mit holzkohlepulver desinfiziert die flächen zusätzlich sehr effektiv. Man lässt die teile für einige stunden an einem schattigen ort an der luft liegen. Erst danach erfolgt das einsetzen in den vorbereiteten gartenboden.

Die geteilten knollen werden genau wie neupflanzen in die erde gesetzt und angegossen. In den ersten wochen ist eine gleichmäßige bodenfeuchtigkeit besonders wichtig für das anwurzeln. Die geteilten pflanzen wachsen meist schnell heran und blühen oft schon im nächsten herbst. Diese methode sichert zudem die sortenechtheit der vermehrten exemplare.