In unseren Breitengraden ist die Chinesische Trollblume glücklicherweise vollkommen winterhart und benötigt kaum Schutz. Sie hat Strategien entwickelt, um auch strengste Frostperioden ohne dauerhafte Schäden im Boden zu überstehen. Dennoch gibt es einige Vorbereitungen, die den Übergang in die nächste Saison erleichtern. Ein ordentlicher Gartenabschluss im Herbst sichert den Erfolg für das kommende Gartenjahr.
Im späten Herbst zieht die Pflanze ihre Nährstoffe aus den oberirdischen Teilen zurück in das Rhizom. Sobald das Laub vollständig vergilbt und eingetrocknet ist, kann es nah am Boden abgeschnitten werden. Dies verhindert, dass Pilzsporen im abgestorbenen Material überwintern und im Frühjahr die Jungtriebe infizieren. Das Rhizom verbleibt als Überdauerungsorgan sicher geschützt in der feuchten Erde.
In Regionen mit sehr strengen Kahlfrösten kann eine leichte Abdeckung mit Tannenreisig von Vorteil sein. Dies schützt den Boden vor extremen Temperaturschwankungen und verhindert ein zu frühes Austreiben bei kurzzeitigen Wärmeperioden. Die Abdeckung sollte jedoch luftdurchlässig sein, damit keine Fäulnis an der Pflanzenbasis entsteht. Sobald der Dauerfrost nachlässt, wird dieser Winterschutz wieder vorsichtig entfernt.
Während der Winterruhe benötigt die Trollblume absolut keine Düngung und nur in Ausnahmefällen Wasser. Wenn der Boden gefroren ist, findet ohnehin keine Wasseraufnahme durch die Wurzeln statt. Nur bei extrem langer Trockenheit ohne Schneebedeckung kann ein vorsichtiges Gießen an frostfreien Tagen sinnvoll sein. Staunässe während der Ruhephase ist jedoch unter allen Umständen zu vermeiden.
Mit dem ersten Anstieg der Temperaturen im März beginnt die Pflanze mit dem neuen Austrieb. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die kräftigen Spitzen die Erdoberfläche durchbrechen. In dieser Phase sollte man darauf achten, die jungen Triebe nicht durch versehentliches Betreten zu beschädigen. Ein wenig frischer Kompost um die Austriebsstelle gibt den nötigen Startschuss für die neue Saison.