Der ideale Zeitpunkt für die Pflanzung dieser attraktiven Staude ist entweder das zeitige Frühjahr oder der frühe Herbst. In diesen Perioden ist der Boden meist ausreichend feucht und die Temperaturen sind moderat. Dies erleichtert den jungen Pflanzen das Anwachsen und die Ausbildung eines stabilen Wurzelsystems. Eine sorgfältige Planung im Vorfeld garantiert, dass die Pflanze schnell Fuß fasst.

Bevor die Pflanze in die Erde gesetzt wird, sollte das Pflanzloch großzügig vorbereitet werden. Es empfiehlt sich, die Erde tiefgründig aufzulockern und mit hochwertigem Kompost anzureichern. Der Wurzelballen sollte vor dem Einsetzen gründlich in einem Wassereimer getränkt werden. Nach dem Einsetzen wird die Erde festgedrückt und die Pflanze nochmals kräftig angegossen.

Die Teilung des Wurzelstocks ist die gängigste Methode zur Vermehrung dieser langlebigen Staude. Hierzu wird im Frühjahr, direkt beim ersten Austrieb, die gesamte Pflanze vorsichtig ausgegraben. Mit einem scharfen Spaten oder Messer teilt man den Wurzelballen in mehrere kräftige Stücke. Jedes Teilstück sollte über ausreichend Wurzeln und mindestens zwei bis drei Knospenanlagen verfügen.

Eine Vermehrung durch Aussaat ist ebenfalls möglich, erfordert jedoch etwas mehr Geduld und Fachwissen. Da die Samen der Trollblume Kaltkeimer sind, benötigen sie eine Kälteperiode zur Überwindung der Keimhemmung. Die Aussaat erfolgt am besten direkt im Herbst in Schalen, die im Freien verbleiben. Im darauffolgenden Frühjahr zeigen sich dann meist die ersten kleinen Keimlinge.

Die Jungpflanzen benötigen nach der Keimung einen geschützten Platz mit gleichmäßiger Feuchtigkeit. Sobald sie kräftig genug sind, können sie in einzelne Töpfe pikiert werden. Erst nach einem Jahr im Topf sind sie stabil genug für das endgültige Beet. Geduld zahlt sich hier aus, da kräftige Jungpflanzen deutlich widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse sind.